Photographs © Copyright von  Ernst R. Müller

Oxalsäure

Anwendersicherheit bei Oxalsäure

Arbeitshygienische Untersuchungen zum Verdampfungs- und Sprühverfahren bei Oxalsäure

Veröffentlicht in den Bienenzeitungen ADIZ / die Biene, Bienenjournal und Bienenwelt -Österreich Ausgaben Januar 2003.

Von Prof. Dr. rer  nat . Peter C. Dartsch  Dartsch Scientific GmbH Tauchsteinweg 5  D-72160 Horb am Neckar

Mit freundlicher Genehmigung von Professor  S. Peter Dartsch ,   zitiert  wiedergegeben.

Aufgezeichnet von Ernst Müller, Landstrasse 42     63454 Hanau  
eMail: foto-ernst-mueller@hanauinfo.de

Den kompletten Text dieser Untersuchung können Sie in der jeweiligen Bienenzeitung, Ausgabe Januar 2003 lesen.

Als Diskussionsgrundlage für uns Imker und für  Funktionäre im DIB gedacht . Nach genauem Lesen der gesamten Untersuchungen   werden   Gegner  der Bedampfung mit Oxalsäure  ihre Meinung revidieren müssen.                                                                                        

Zitate:

Die Anwendung von Oxalsäure zur Behandlung der Varroatose mittels Verdampfungs- oder  Sprühverfahren gilt als hochwirksam und bienenverträglich…..Bislang lagen hierzu keine Untersuchungen  vor. Die hier vorgestellte Studie zeigt, dass der geltende Grenzwert für die Oxalsäure-Konzentration in der Luft an Arbeitsplätzen bei beiden Verfahren deutlich unterschritten wird. Bei sachgerechter Anwendung besteht kein gesundheitliches Risiko….Die Ergebnisse wurden mit dem bestehenden Grenzwert für die maximale Arbeitsplatzkonzentration (MAK-Wert) von Oxalsäure verglichen……maximale Konzentration von Oxalsäure in der Luft an Arbeitsplätzen auf 1,0 mg je m3.

Oxalsäure ist eine in der Natur verbreitet vorkommende Säure.

Der Mensch nimmt Oxalsäure täglich über die Nahrung auf. Insbesondere in Gemüse wie Spinat, Mangold, Rhabarber und Sauerampfer ist sie in Mengen bis 6,5g pro Kilogramm Gemüse enthalten………

Probenahme bei insgesamt 244 Sprüh-und Verdampfungsbehandlungen….

Oxalsäuregehalt der Arbeitsplatzluft unter Parxisbedingungen wurde gemessen…….

Ergebnis: Sämtliche Messungen lagen deutlich unterhalb der maximal erlaubten Arbeitsplatzkozentration! ……Bei keinem der 20 teilnehmenden Imker wurde auch nur die Hälfte des Oxalsäure-Grenzwertes von 1,0 mg erreicht…..

Was sagen MAK-Werte bezüglich der Arbeitssicherheit aus?

MAK-Werte sind so gewählt, dass für einen Arbeitnehmer kein gesundheitlicher Schaden zu erwarten ist, wenn er sich bei einer Tagesarbeit von 8 Stunden ein ganzes Arbeitsleben lang an Arbeitsplätzen aufhält, an denen die Luftkonzentration des jeweiligen Gefahrstoffes den Grenzwert nicht überschreitet. Nach den vorliegenden Daten dürfte also ein Imker gewerblich das ganze Jahr hindurch 40 Stunden pro  Woche Oxalsäure-Behandlungen durchführen, ohne sich gesundheitlich zu schädigen.

- Systemische Wirkungen der Oxalsäure beim Anwender sind nicht zu erwarten!

…..“Systemisch“ bedeutet, dass Oxalsäure in den Blutkreislauf aufgenommen wird und so beispielsweise zu den Nieren gelangen kann, wo eine Schädigung durch Bildung von Kalziumoxalat-Steinen denkbar ist. Diese indirekte, nicht unmittelbar wahrnehmende Wirkung unterscheidet Oxalsäure von anderen organischen Säuren, wie z.B. Ameisen- oder Milchsäure, und begründete die  bisherige Skepsis auf Anwendersicherheit. Aber: Die Einhaltung des MAK-Wertes schützt den Imker vor solchen systemischen Wirkungen.

Die vorliegenden  Ergebnisse zeigen, dass eine systemische Wirkung bei beiden Verfahren nicht zu erwarten ist.. Dies gilt wohlgemerkt  ohne

spezielle Schutzmassnahmen, wie z.B. das Tragen einer Atemschutzmaske.

Zur Vermeidung von lokalreizenden Wirkungen werden Schutzmassnahmen empfohlen!

Der Imker muss sich somit nur noch gegen eine mögliche lokal-reizende Wirkung der Oxalsäure schützen, ähnlich wie bei der Anwendung von Ameisen- oder Milchsäure.………

Die Form der Oxalsäurepartikel  ist für die Beurteilung der Schadenswirkung unerheblich.

………In Fachkreisen wurde daher diskutiert, ob nicht diese Kristallform der Oxalsäure weitaus gefährlicher für den Imker ist als gelöste Oxalsäure. Dieser Auffassung muss hier aber widersprochen werden, da die Oxalsäure-Kristalle im wässrigen Milieu nicht beständig sind. Oxalsäure ist so gut wasserlöslich (102g/l bei 200 C), dass die Kristalle bei Kontakt mit Haut oder Schleimhäuten in Lösung übergehen. Somit  ist es ausgeschlossen, dass Haut, Schleimhäute oder etwa Bienen durch scharfkantige Kristalle verletzt bzw. mechanisch irritiert werden können.

Eine ausreichende Durchlüftung des Behandlungsstandortes bietet zusätzlichen Anwenderschutz.

Eventuell austretenden Oxalsäure-Dämpfen sollte der Anwender ausweichen.

Welche Bedeutung haben die Ergebnisse für die zukünftige imkerliche Praxis?

Das Bedampfungs-und Sprühverfahren der Oxalsäure……deren Wirksamkeit und Bienenverträglichkeit bereits überzeugend nachgewiesen wurden……Mit der vorliegenden Untersuchung können die Vorbehalte gegenüber beiden Verfahren bezüglich möglicher Gesundheitsrisiken ausgeräumt werden, sachgemässe Anwendung vorausgesetzt…Ende der Zitate.

Beim  Bedampfen mit Oxalsäure sind die gleichen Vorsichtsmassregeln zu treffen wie bei der 65%-igen Ameisensäure: Also Schutzhandschuhe und  Brille !

Diese Untersuchungen wurden mit  dem Varrox-Verdampfer durchgeführt, einem Pfännchen-Gerät, bei dem der Imker unmittelbar am Flugloch  arbeitet. Inzwischen wurde ein stromloses Bedampfungsgerät ( Varroa-Killer ) entwickelt, wo der Abstand vom Flugloch zum Imker bis 3 Meter betragen kann.  Also eine enorme zusätzliche  Sicherheit praktisch keine Gefahr für den Anwender .

Es ist eine Unverschämtheit, wie gefährlich die Oxalsäure von unseren verantwortlichen Vertretern dargestellt wird. Seit 2003 sollten es auch diese Herren wissen, dass eine Bedampfung mit Oxalsäure den Arbeiten mit 65%iger Ameisensäure gleichkommt. Nur, dass Oxalsäurebedampfung bei jeder Temperatur von 280 Grad bis 60 Grad konstant wirkt.

Ich frage mich, warum werden giftige oder anderweitig, zumindest für die Bienen stresserzeugende Stoffe in  Bienenzeitungen empfohlen, während Oxalsäure nur verteufelt abgelehnt wird.           

Sollte vielleicht ein System ausschlaggebend sein ? Wenn Sie die Möglichkeit haben mit Funktionären wie Veterinäre,  Bienenzuchtberatern, oder Vortragende zu debattieren, zeigen Sie diesen Untersuchungsbericht!  

Vielleicht findet Einer den Mut, meine Veröffentlichung in dieser Beziehung anzuprangern, vielleicht auch einer Prüfung zu unterziehen. Wir Imker, wir Alle, wollen  doch nur, dass unser Hobby, das Arbeiten mit den Bienen wieder  Spass macht und die Bienen so wenig wie möglich unter der Varroa leiden lassen. Auch ohne uns selbst zu gefährden.

Gewissermassen als lebendes Zeugnis fungiere ich für die Richtigkeit des Beitrages „ Die Form der Oxalsäurepartikel“. Als Drogistenlehrling musste ich während der Lehrzeit säckeweise Oxalsäurepulver, wir nannten sie auch Kleesäure, in kleinen 1 – 2 Pfund Portionen abpacken. Dies geschah mit einem Löffel und völlig ohne Mundschutz oder Maske. Heute als 82-jähriger Mann bin ich noch voll aktiv in meine Arbeit integriert. Ein Leben lang ohne ernste Krankheiten, trotz Oxalsäure!

In der Broschüre Varroa unter Kontrolle, herausgegeben von der
ARBEITSGEMEINSCHFT DER INSTITUTE  FÜR BIENENFORSCHUNG E.V.
lesen Sie auf der Seite 20  u.a... "Oxalsäure kann über die Haut aufgenommen werden"... Richtig ist,dass bei der Bedampfung mit dem Varroa-Killer keine Oxalsäure über die Haut aufgenommen werden kann.
Sie kann auf der Haut reizend wirken.

Morde und Selbstmorde mit Perizin

N irgendwo, weder in den Gebrauchsanleitungen, noch in Werbungen kann man lesen, dass Perizin und Bayvarol giftige, sogar hochgiftige

Nervengifte sind. Noch schlimmer aber ist es, wenn z.B. die ARBEITSGEMEINSCHAFT DER INSTITUTE FÜR BIENENFORSCUNHG E.V.

die eigentlich für uns Imker tätig sein müssten, keinerlei Aussagen über die Problematik dieser Gifte uns Imkern gibt.

Coumaphos ist ein hochgiftiges Kontaktgift, uns Imkern auch bekannt durch den Namen Perizin. In der Broschüre „ Varroa unter Kontrolle“ wird auf Seite 21 die Beträufelung mit Perizin beschrieben. In diesem Artikel ist kein Hinweis zu finden, dass es sich hier um ein hochgiftiges Nervengift handelt, häufig wurden schon Morde und Selbstmorde damit begangen. Lesen Sie: www.gifte.de

Perizin ist wasserunlöslich und noch jahrelang im Wachs nachweisbar und folglich über die Herstellung von Mittelwänden auch im Honig feststellbar. Auch hier kein Wort über die Kontaminierung. Der Höhepunkt aber ist, dass dort behauptet wird „jede Anwendung von Perizin führt zu einer Verunreinigung des Wachses.“ Nicht aber, dass Wachs mit Nervengift kontaminiert wird. Bayer HealthCare schreibt unter besondere Vorsichtsmassnahmen „Von mit Perizin behandelten Bienenvölkern darf in der folgenden Trachtzeit nur ordnungsgemäss gesiebter und abgeschäumter Honig, der keine Wabenteile enthält, für den menschlichen Verzehr gewonnen werden.“ Mit Wabenteilen meint man natürlich Wachsreste. Wird bei „ Varroa unter Kontrolle“ bewusst das Wort Verunreinigung gewählt um eine Verharmlosung dieses Nervengiftes darzustellen? Meine Damen und Herren von der Arbeitsgemeinschaft DER INSTITUTE FÜR BIENENFORSCHUNG E.V., ist die Broschüre„ Varroa unter Kontrolle“ eine Werbung für Hersteller von hochgiftiger Tiermedizin ?

Fast so eklatant ist die Propagierung von Bayvarol. Weltweite

Resistenz der Milbe, auch das klingt verharmlosend. Aufmerksamer werden Imker, würde es heissen, auch bei uns in Deutschland. Aber so verwendet der deutsche Imker auch weiter Bayvarol, es wird ja in der o.a. Broschüre unter einfache Anwendung gepriesen. Auch bei Bayvarol kein Hinweis auf eine giftige Chemikalie. Nun werden die Herausgeber dieser Broschüre behaupten, man soll ja die Gebrauchsanleitungen lesen. Der Hersteller wird sich hüten dort zu schreiben, dass es z.B. mit Perizin schon häufig Morde und Selbstmorde gegeben hat, dass Kontaminierung mit Wachs und weiter im Honig noch nach Jahren nachweisbar ist .

Ganz anders aber bei der Oxalsäurebedampfung in der schon erwähnten Broschüre.Unter dem Artikel „ Anwendersicherheit bei Oxalsäure“ finden Sie die Argumente, die ich Ihnen als Alternative zu Giften, die ebenfalls bei Varoose eingesetzt werden, bereits vorgestellt habe.

Bei Versuchen im Umkreis eines Meters wurde die Umluft nur mit einem Viertel dessen belastet, was zulässig ist.

Mit dem Varroa-Killer können mit einem Abstand bis zu 3 Metern Bedampfungen durchgeführt werden. Hier ist die Belastung der Umluft gleich Null.

Hier wird das Wachs ebenfalls mit Null belastet.

Keine Resistenzbildung bei den Milben.Keine Systemischen Belastungen des Imkers, keine lokal reizende Wirkung auf der Haut. Trotzdem Handschuhe und Schutzbrille tragen...

Bei Oxalsäure macht die Menge das Gift.
 

Sollten Sie heute Ihr Mittagessen mit Spinat, Mangold, Sauerampfer bereits hinter sich haben und als Nachtisch ein schmackhaftes Rhabarber-Kompott genossen haben? Dann hat Ihr Körper mehr Oxalsäure aufgenommen, als Sie je mit dem Oxalsäureverdampfer Varroa-Killer aufnehmen können.

Die maximale Konzentration von Oxalsäure in der Luft am Arbeitsplatz des Anwenders ist begrenzt auf 1,0mg. ( MAK-Wert ). Im Falle der Oxalsäure muss die Probennahme jenen Teil der luftgetragenen Partikel aufsammeln, den ein durchschnittlicher Mensch am selben Aufenthaltsort ohne Atemschutzmaske einatmen würde.

Ergebnisse der Messungen: Bei keinem der 20 teilnehmenden Imker wurde auch nur die Hälfte des Oxalsäure-Grenzwertes von 1,0mg erreicht.

Demnach gibt es keine Systemische Wirkung, d.h. Oxalsäure kann nicht über die Schleimhäute in den Blutkreislauf gelangen und so z.B. die Nieren schädigen.

Bei lokal-reizender Wirkung auf die Haut ,ähnlich wie bei der Ameisensäure, sind die Gummihandschuhe und zum Schutze der Augen eine Schutzbrille zu tragen.

Die Ergebnisse der Messungen beruhen auf einen Umkreis von einem Meter vor dem Flugloch. Der Varroa-Killer kann bis zu drei Meter vor dem Flugloch eingesetzt werden und so praktisch ohne jegliche, belastete Umluft die Varroa-Milben töten.

Bedenken Sie, dass Oxalsäure eine in der Natur vorkommende Säure ist. In Gemüsesorten wie Spinat, Mangold, Rhabarber und Sauerampfer ist sie in Mengen bis zu 6,5 Gramm pro 1 Kilogramm Gemüse enthalten.

Wer kennt die:

Schutzgemeinschaft der chemischen Industrie zur Geheimhaltung wahrer Inhaltstoffe bei Behandlung gegen Varoose e.V.

Bitte melden. Vielleicht ist so die Varroa doch noch unter Kontrolle zu bekommen. Wir bleiben dran!